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Wir freuen uns, dass du neugierig auf unser Angebot bist! Du kannst die einzelnen Teile unseres Kurses in jeder Reihenfolge durchlaufen. Das sind die drei Teile und der Schluss:

Wie wir zu diesen Schwerpunkten gelangt sind, erfährst du hier:


Aus unserer Forschung haben wir Handlungsempfehlungen abgeleitet:

Loslegen in Vereinen und Initiativen

  • Kulturelles Engagement beginnt für viele mit direkter Ansprache. Menschen mit anderen Lebenswegen Verantwortung zuzutrauen und ihre Ideen zu unterstützen, nutzt die Vielfalt der Bevölkerung als Stärke.
  • Die Strukturen sollten auch für Menschen mit neuen oder anderen Perspektiven einladend sein und dazu führen, dass sie etwas verändern können. Vereine können ihre etablierten Strukturen zum Ausprobieren neuer Ideen zur Verfügung stellen.
  • Verbindlichkeit schafft Vertrauen. Menschen, die einmal beteiligt wurden, sollten langfristig angesprochen werden, sonst wenden sie sich anderen Orten oder Aufgaben zu. Gleichzeitig sollte Mitgestaltung auch für Menschen möglich sein, die nicht wissen, ob sie lange vor Ort bleiben werden.

Loslegen in der Kommune

  • Alle Menschen müssen für ihre Ideen leicht Unterstützung finden. Das gelingt z.B. durch begleitende Beratung, mehrsprachige oder nichtschriftliche Anträge sowie partizipative Entscheidungsverfahren (bspw. selbstverwaltete Budgets nach dem Youth Bank-Modell). Unkomplizierte Mikroförderungen ermöglichen ergänzend erste Erfolgserlebnisse und fördern Initiative.
  • Verwaltungen und Fachstellen brauchen ein aufsuchendes Selbstverständnis. Neben fachlicher Expertise sind Kenntnisse im Umgang mit sozialen und kulturellen Unterschieden wichtig. Regelmäßige Fortbildungen sind selbstverständlich. Kommunale Beiräte und Selbstorganisationen sollten genauso wie Akteure mit Erfahrung in diversitätsorientierter Kulturarbeit beratend einbezogen sein.

Loslegen überregional

  • Viele Kulturinitiativen arbeiten isoliert und kennen erfolgreiche Ansätze aus anderen Orten nicht. Austauschformate und langfristige Netzwerke fördern gemeinsames Lernen, stärken Handlungssicherheit in Krisen und verbessern die Zusammenarbeit mit ihren Partner*innen.
  • Ehrenamtliche Strukturen durch hauptamtliches Personal zu stärken, bringt eine junge Generation von Profis in Kultureinrichtungen, die vor Ort auf einen praktischen Erfahrungsschatz trifft. Neben der Förderung der Stellen wird eine professionelle Begleitung der entstehenden Herausforderungen benötigt.

Die Kommunen sind die passende Ebene für die Unterstützung und Entwicklung vielfältiger Gemeinschaften. Sie brauchen ausreichende Mittel für eine selbstbestimmte Kulturförderung, für hauptamtliche Begleitung von Engagement und Impulse zur Weiterentwicklung. Die übergeordneten Ebenen können neben der Finanzierung zur Integration der unterschiedlichen Entwicklungsprozesse beitragen – und da, wo marginalisierte Perspektiven nicht ausreichend zur Geltung kommen, ausgleichend wirken.


Mit unserem Angebot wollen wir speziell auf den Umgang mit Vielfalt in ländlichen Räumen hinweisen. Wir kennen eine Reihe von weiteren Angeboten mit anderen Schwerpunkten im Bereich Kultur. Hier eine Auswahl:

Über die Eigenheiten von Kultur auf dem Land ins Gespräch kommen: An der BTU Cottbus-Senftenberg haben unsere Kolleg*innen ein Quartett-Spiel entwickelt, das den Austausch über Erfahrungen mit Kulturarbeit auf dem Land anregt. Es geht um weitverzweigte Netzwerke, wirtschaftliche Bedingungen, Nachbarschaftsverhältnisse, Rollen und Regeln und das besondere Verhältnis von Zeit und Raum für Kultur auf dem Land.

Veränderungen im Verein gestalten: Unsere Kolleg*innen von der Hochschule für Musik Freiburg und der PH Karlsruhe haben mehrere Workshopeinheiten zum selbst Durchführen vorbereitet, mit denen ihr diskutieren könnt, wie ihr euch in Zukunft aufstellen wollt. Obwohl auf den Bereich Musik zugeschnitten, denken wir, dass es dort Anregungen für alle gibt.

Den eigenen Ort durchchecken: Unsere Kolleg*innen vom Institut für ländliche Strukturforschung haben einen Werkzeugkasten voller Impulse entwickelt, um die Situation des eigenen Orts zu diskutieren und zum „Smart Village“ zu werden.

Wirksames Engagement vor Ort anstoßen: Unsere Kollegin Eva Clara Tenzler hat in Zusammenarbeit mit der Initiative Silicon Vilstal aus Niederbayern erprobte Strategien in einem Praxisleitfaden gebündelt.